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Bären-Urlaub auf Teneriffa

Es ist November 2001. Draußen ist es kalt geworden. Wenn wir aus dem Fenster schauen, sehen wir, wie die vielen braunen Blätter durch den Wind fliegen. Es stürmt manchmal so dolle, dass wir Angst haben, die Bäume knicken um. Die Bäume sehen ganz merkwürdig ohne Blätter aus. Die sind alle hin, dabei sah es so schön aus, wenn die Blätter die Bäume schmückten. Mama Jule will sicht totlachen, als sie uns zuhört. Sie klärt uns auf und sagt, dass im nächsten Frühjahr alle Blätter wiederkommen. Das ist ja ne feine Sachen, stellen Paulchen und ich fest. Wo kommen die denn bloß wieder her? Oder klebt die einer nachts heimlich dran? Paulchen sagt, dass er das erst glaubt, wenn er sieht, dass die Blätter wieder dran sind. Mama Jule und Papa Freddi rasen seit Tagen hektisch durch die Wohnung. Haben große Kästen auf dem Flur und packen da ganz viele Sachen rein. Klein Krümel meint, dass die Beiden wohl verreisen. Gleich ertönt eine Bärenstimme, ich glaube es ist Sammy, juchuuu, dann darf ich bestimmt mit. Ich war schon so lange nicht mehr mit. Nee, nee dieses Mal darf ich mit, entgegnet ihm Anton. Innerhalb kürzester Zeit bölken alle Bären durcheinander und der schönste Streit in im Gange. Mama Jule kommt rein, schnappt den kleinen Krümel, den kleinen Wichtel, Paulchen und mich, die Klara. Oh je, was haben wir denn nun verbrochen. Wir haben doch den Streit nicht angefangen. Mama Jule packt uns vorsichtig in ein Handtuch und steckt uns auch in diesen komischen Kasten. Sie erklärt uns aber ganz lieb, dass wir mit nach Teneriffa dürfen. Aber während der Reise müßten wir im Koffer bleiben, nur der kleine Krümel dürfte am Rucksack von ihr bleiben. Wir würden fliegen und da ist es üblich, dass man die Koffer abgibt. Das heißt, dass irgendwelche lieben Menschen die Koffer in den Bauch des Flugzeuges verstauen. Wenn die Koffer und Taschen alle mit dort wären, wo die Menschen während des Fluges sitzen, dann könnte sich gar keiner mehr bewegen. So hätten es die Menschen in dem Flugzeug ein wenig bequemer. Das leuchtet uns ein und wir lassen uns in den Behälter, der ein Koffer sein soll, verstauen. Die Klappe geht zu und es wird stockefinster. Ich versuche zu schlafen und gebe Krümel und Paulchen den Rat, es auch zu versuchen. - Am Spätnachmittag wachen wir wieder auf. Es ist angenehm warm und ganz, ganz hell. Ich glaube, die Sonne scheint. Wie kommt denn das, heute morgen war es doch noch so kalt und nun auf einmal ist es warm und draußen scheint die Sonne? Mama Jule erklärt mir, dass wir ungefähr 3.806 km geflogen sind und nun auf Teneriffa sind. Auf einer Insel im Atlantik. Gar nicht weit von uns, sei Afrika. Oh Bär, weiß ich, was km sind und ich weiß schon gar nicht, was eine Insel, Atlantik oder Afrika ist. Paulchen und ich werden erst mal raus gehen und schauen, was da los ist.


Erst mal schauen, was da los ist...

Mama Jule ist auch schon mit Tamy, dem Hund draußen und winkt uns zu.


"Schau mal, Paulchen, Mama Jule winkt!!"

Paulchen ist so neugierig und will gleich an den Strand. Mama Jule trägt mir auf, ich soll aufpassen, dass Paulchen nicht nass wird. Es wäre ja auch schade um seine tolle, weiße Hose.


"Aufpassen Paulchen, dass die weisse Hose nicht so dreckig wird!"

Paulchen hat ganz viele Boote entdeckt. Wir krabbel rein und tun so, als wenn wir auf dem Meer rudern. Ich bin froh, dass wir an Land sind, mir würde sicherlich schlecht werden.


Hoffentlich wird mir nicht schlecht...

Ende des ersten Teils - der 2. Teil folgt demnächst!

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